Interview mit Massive Attack: »… anschließend haben wir das Album gelöscht«

Sie liefen Gefahr, zu einer Supergroup zu werden, auf die sich alle einigen können – und daran zu ersticken. Also ließ sich Robert »3D« Del Naja, der Gründer und zuletzt alleinige Lenker der Band, acht Jahre Zeit, löschte ein bereits komplett eingespieltes Massive-Attack-Album und hieß seinen alten Mitstreiter Grantley »Daddy G« Marshall wieder in der Band willkommen. Mit »Heligoland« wärmen Massive Attack ihren auf »100th Window« auf Eiseskälte heruntergefahrenen Sound wieder spürbar auf. Warm ist auch die Umarmung, als sich Mark Stewart und Del Naja im Berliner Tempodrom wiedersehen. »How do you get the cheese from the bear in the woods?«, fragt Stewart zur Begrüssung. Und als Del Naja verdutzt guckt, feuert Stewart die Pointe ab: »C’mon, bear!«


Robert del Naja, fotografiert von © Oliver Schultz-Berndt, aus Spex #324

Mark Stewart: Robert, du bist Mastermind und Art Director bei Massive Attack – was sagt uns das Cover zu »Heligoland«?
    Die letzten Alben »Mezzanine«, »100th Window« und »Collected« habe ich gemeinsam mit dem Fotografen Nick Knight realisiert. Für mich bilden die Alben eine Trilogie, deshalb war uns Wiedererkennbarkeit wichtig. »Heligoland« hat hingegen ein gemaltes Cover. Es zeigt das Gesicht eines ›Minstrels‹, doch man erkennt nicht, ob es sich um einen Schwarzen handelt, der sich nur in ›Blackface‹-Manier überschminkt hat, oder ob es tatsächlich ein Weißer ist, der in der Minstrel-Tradition der Medicine Shows als Schwarzer posiert. Ich wollte, dass das Cover uneindeutig ist und zugleich auf eine uralte Tradition verweist, die eng mit der Segregation und dem anschließenden Kampf um Bürgerrechte in den USA verknüpft ist.

Max Dax: Ist auch die Musik auf »Heligoland« in diesem Sinne uneindeutig?
    Auf alle Fälle betrachten wir das Albumformat nicht mehr als das alleingültige Format, um Musik zu veröffentlichen. Wir haben zehn Songs für das Album ausgewählt und acht weitere, die wir nach und nach digital veröffentlichen werden. Dies ist ebenfalls ein Rückgriff auf die Zeit der Minstrel-Shows: Damals wurde Musik noch in Form von Singles mit 78rpm veröffentlicht. Waren genug Singles eines bestimmten Künstlers erfolgreich, wurden sie ein zweites Mal veröffentlicht, diesmal als Album – sechs Singles, gebunden zu einem Buch, zu einem ›Album‹.

Stewart: Bedauerst du das Ende des Musikalbums als künstlerisches Format?
    Nein – von mir aus könnte ich nur noch in einem kontinuierlichen Schaffensprozess einzelne Songs veröffentlichen. Die Kids hören sich Musik heutzutage nur noch über Playlists auf ihrem Telefon oder in ihrem iPod an. Noch bevor wir uns in Bristol als The Wild Bunch zu einem Soundsystem zusammengeschlossen hatten, kopierten wir uns die wildesten Mixtapes zusammen. Als wir mit dem DJing begannen, mischten wir live vor Publikum Musik. Und als wir als Band Musik zu machen begannen, bedienten wir uns diverser Samples, auf denen wir unsere Grooves aufbauten. Die Idee, an die Stelle des Albums eine endlos lange Liste von Songs zu setzen, ist uns also alles andere als fremd. Dass man Massive Attack im Laufe der Jahre als ›Album-Band‹ wahrgenommen hat, lag in der Natur des Musikgeschäfts. Wir selbst haben uns allerdings nie so wahrgenommen.

Stewart: Der Aspekt Zeit spielt heute eine ganz andere Rolle. Man kann als Musiker viel unmittelbarer veröffentlichen, man ist nicht mehr an den Rhythmus von Verwertungszyklen gebunden.
    Genau. Das ist sehr entspannend und befreiend. Andererseits haben sich die Informationsflüsse heute wahnsinnig beschleunigt. Bei unseren Konzerten lassen wir über die LED-Elemente, auf denen unsere Lightshow basiert, unablässig Textbänder mit tagesaktuellen Nachrichten laufen. Diese kombinieren wir mit Meldungen über politische Verfolgung, mit Kriegsberichterstattung und Statistiken. Wir wollen so Informationen über Fälle von Folter und Bürgerrechtsverletzungen weitergeben, die wir zuvor im Internet recherchieren. Es geht um tägliche Updates. Das entspricht der Art, wie wir heutzutage Informationen verarbeiten.

Stewart: Als wir uns das letzte Mal in Bristol trafen, erwähntest du all die Regisseure, die ihr beauftragt habt, Kurzfilme zu den neuen Songs auf »Heligoland« zu drehen. Was hat es mit diesem Projekt auf sich?
    Zuletzt haben wir 100.000 Pfund für das Video zu »Live With Me« ausgegeben. Es sollte zunächst 50.000 Pfund kosten, dann verteuerte sich die Produktion auf 70.000, schließlich auf 100.000. Das war vor drei Jahren. Jonathan Glazer drehte das Video. Es war wundervoll. Aber woher heute so viel Geld für ein Video nehmen? Das steht in keinem Verhältnis mehr. Die Leute gucken sich heutzutage alles auf YouTube an. Wir haben daher zehn Regisseure gefragt, ob sie bereit wären, für jeweils 5.000 Pfund ein Video zu realisieren. Wir haben ihnen keine Vorgaben gemacht, einfach abgewartet, was passiert. Jonathan Glazer ist einer von ihnen.


VIDEO: Massive Attack – Paradise Circus feat. Hope Sandoval
Regie: Toby Dye

Stewart: Du und die Band tauchen in den Videos gar nicht mehr auf.
    Nein, wozu auch? Wir sind auch ohne unser Zutun omnipräsent. Jeder filmt unsere Konzerte. Wenn wir von der Bühne in den Zuschauerraum blicken, sehen wir nur Kameras und Handys. Es gibt Konzertbesucher, die laden die soeben gedrehten Clips noch während des Konzertes auf YouTube. Hunderttausendfach kann man im Internet Clips finden, in denen wir als Band zu sehen sind. Da müssen wir nicht auch noch in unseren eigenen Videos auftauchen.

Dax: Hätte es dich als Art Director gereizt, selbst eines dieser zehn Videos für 5.000 Pfund zu drehen?
    Ja, sicher. Meine Ideen sind aber oft durchgeknallt und somit eher schwer zu realisieren. Abgesehen davon habe ich gerade sowieso zu viel anderes zu tun. Im Herbst waren wir drei Monate auf Tournee, und im Januar geht alles wieder von vorne los. Die Tournee geht weiter, und das Album erscheint. Wir hätten uns ohne ein neues Album, das es zu verkaufen gilt, nicht den Stress einer Tournee antun müssen. Andererseits muss man unberechenbar bleiben. Würden wir auf solche antizyklischen Aktionen verzichten, liefen wir Gefahr, zu viel Routine zu entwickeln. Noch krasser war es 2008: Da sind wir auch im Vorfeld einer Veröffentlichung auf Tour gegangen – und haben dann das ganze Album verworfen und gelöscht.

Stewart: Du meinst, ihr habt Konzerte gegeben, die Songs vom neuen Album gespielt – und anschließend alles gelöscht?
    Genau das meine ich. Ein ganzes, fertig produziertes Album von Massive Attack. Es ist schmerzhaft, wenn man erkennt, dass man sich verrannt hat. Aber andererseits ist es immer noch besser, es zu erkennen – als es zu veröffentlichen und sich anschließend zu fragen, was man da eigentlich für einen Mist produziert hat. Na ja, so standen wir dann jedenfalls wieder mit leeren Händen da. Und dann sind wir zu Damon Albarn gefahren und haben dort die neuen Tracks aufgenommen, aus denen wir jetzt »Heligoland« und die digitalen Tracks schöpfen. Diese neue Musik hat eine ganz andere Stimmung und Energie.

Stewart: Das ist natürlich die alte Punk-Herangehensweise: Drei oder vier Jahre lang arbeitet man an etwas, und dann verwirft man es einfach, weil man merkt, dass etwas nicht stimmt. Ich habe Respekt vor einer solchen Radikalität im Umgang mit dem eigenen Schaffen. Die meisten Künstler würden so etwas nie tun, weil sie sich dem Umstand verpflichtet fühlen, dass sie Geld und Zeit investiert haben.
    Ich würde mich als glücklichen Menschen bezeichnen, weil ich nur vor mir selbst Rechenschaft ablegen muss, vor niemandem sonst. Natürlich bedeutet ein solches Vorgehen auch, dass man sich keine Freunde in der Plattenindustrie macht. Manchmal wird der Druck sehr groß. Aber wenn man einmal herausbekommen hat, dass die Plattenfirmen gar keine andere Wahl haben, als abzuwarten, bis dein Album fertig ist, lernt man mit dem Druck umzugehen.


VIDEO: Massive Attack – Splitting the Atom
Regie: Baillie Walsh

Dax: Ging es der gesamten Band so?
    Wir waren alle nicht mit den Aufnahmen zufrieden. Ich habe in den letzten acht Jahren viel Filmmusik gemacht. Das Komponieren ist ein funktionaler Prozess. Die Songs des gelöschten Albums erinnerten mich an das Generische der Filmmusiken.

Dax: Wie gefiel dir der Film »Gomorrha«, für den du Musik beigesteuert hast? Immerhin stammt dein Vater aus Neapel, du hast einen persönlichen Bezug zu der Stadt.
    Als Matteo Garrone mich besuchte, weil er wollte, dass Massive Attack die Filmmusik zu »Gomorrha« schreiben, schaute ich mir den Film an und sagte zu ihm: Dein Film braucht gar keine Musik. Aber ich schreibe dir gerne einen Song, den du für den Nachspann verwenden kannst. Noch heute halte ich »Gomorrha« für einen der besten Filme, die in den letzten Jahren in die Kinos kamen. Ich musste eine Weile auf Garrone einreden, bis ich ihn schließlich davon überzeugt hatte, »Gomorrha« tatsächlich ohne Musikuntermalung fertig zustellen – was ja gleichzeitig bedeutete, dass ich mich selbst um den Job brachte. Aber was soll’s? Dem Film hat’s gutgetan.

Dax: Wie ist dein Verhältnis zu Neapel?
    Mit Neapel verbinde ich die Geister, die dort nachts auf den Straßen herumspuken, und die Dunkelheit, die man durchaus auch als Schlüssel zur düsteren Atmosphäre von Massive Attack betrachten kann. Neapel ist eine Stadt der Gegensätze. Ich bin Fußballfan. Völlig beeindruckt bin ich daher vom Stadion San Paolo in Fuorigrotta – ein Hexenkessel mit Platz für 80.000 Fußballfans.

Dax: Massive Attack haben sich immer auch politisch positioniert – zuletzt mit Anzeigen, die ihr gegen den Irakkrieg in Zeitungen geschaltet habt, oder mit den bereits erwähnten LED-Screens eurer aktuellen Bühnenshow, in der ihr euer Publikum wie in einem Crash-Kurs auf den aktuellen Stand der Bürgerrechtsbewegungen bringt.
    Wir halten seit Jahren Kontakt mit einer Reihe von Anwälten und Bürgerrechtlern, die Leute vertreten, die in England über keine Rechte verfügen oder gar in Guantanamo Bay inhaftiert sind. Vor diesen Anwälten ziehe ich den Hut. Auf dem von uns veranstalteten Meltdown-Festival 2008 haben wir dieses Wissen zur Verfügung gestellt und all diese Statistiken und Exzerpte aus internationalen Dossiers über Folter und Menschenrechtsverletzungen auf die Außenwände der Royal Festival Hall projiziert – sodass jeder, der an der Themse vorbeifuhr, aber auch die im Nachbargebäude residierenden Bürokraten vom militärischen Geheimdienst MI-5, die Projektionen sehen konnten. Wir warfen die Fluglisten der sogenannten ›Black Flights‹, der ›Folterflüge‹ an die Häuserwand: wo sie starteten, wo sie zwischenlandeten und wo sie schließlich ihr Ziel erreichten. Es wird einem wirklich schlecht, wenn man diese Listen durchgeht: Kaum ein Land, das nicht Maschinen hat zwischenlanden lassen zum Auftanken oder zum Austausch der Gefangenen. In Deutschland waren vor allem die Flughäfen Frankfurt am Main und Köln involviert. Wir haben die Flugpläne der Black Flights nach dem Meltdown-Festival zu einem Teil unserer LED-Lightshow gemacht.

Dax: Was ist mit dem Engagement von Massive Attack für Palästina?
    Wir arbeiten mit der Hoping Foundation zusammen, die Spendengelder für die Flüchtlingscamps in Gaza, im Westjordanland, in Syrien und im Libanon sammelt.

Stewart: Was wurde aus dem Plan, mit dem Street-Art-Künstler Banksy nach Gaza zu fliegen und mit ihm – das ›3D‹ in deinem Namen ist dein Sprayername – in der zerstörten Stadt Graffitis zu sprühen?
    Ich habe die Idee wieder verworfen. Meine Freundin meinte, ich würde mich lächerlich machen, wenn ich in Gaza Wände besprühen würde. Sie meinte, es sei völlig irrelevant, ob ich irgendwelche Gründe für eine solche Aktion hätte – am Ende sähe es so aus, als würde sich ein Rockstar in der zerstörten Stadt beim Sprühen fotografieren lassen. Ich hätte mich zum Vollidioten gemacht.

Massive Attack TextblockStewart: Anders als Banksy?
    Genau, Banksy ist und bleibt anonym. Er könnte sich so eine Aktion erlauben. Jedenfalls: Neben einer Reihe von Benefiz-Konzerten für die Hoping Foundation unterstützen wir ein Projekt, bei dem Musikinstrumente, Mikrofone, Kabel und was man sonst noch zum Musikmachen braucht, gesammelt und anschließend als Sachspenden in die Flüchtlingscamps geschickt werden. Mir gefällt die Idee, weil es eine praktische Hilfe ist, keine abstrakte, bei der stets Spendengelder in der Verwaltung versickern.

Stewart: In Beirut und Gaza-Stadt gehören Massive Attack heute zu den beliebtesten Bands. Wenn dort Musik entsteht, dann ganz oft beeinflusst von euch.
    Ja, die Leute dort machen es genauso wie wir damals. Wir haben uns ja ebenfalls von der Musik anderer Leute kicken und inspirieren lassen. Wir gingen auf jedes Konzert, wir waren musikalisch, aber mangels Studio, Instrumenten und Aufnahmetechnik wurden wir eben zunächst DJs. Aber auch als DJs haben wir nicht einfach nur Platten gespielt. Wir haben stattdessen einzelne Beats geloopt und unsere Ideen hinzugefügt – sodass etwas Neues entstand. Aus diesem Grund haben wir als Massive Attack auch nie versucht, die Band als eine Marke zu etablieren, auf deren Sound man sich verlassen kann. So banal es klingen mag, aber wenn man sich treu bleiben will, darf man einen Sound nicht ständig wiederkäuen. So hat sich der Sound von Massive Attack im Laufe der Jahre doch signifikant verändert.

Dax: Mark Stewart ist älter als du. Wie haben dich seine Soloplatten geprägt, in denen er das Politische und das musikalisch Extreme früher als jeder andere zusammendachte? Immerhin stammt ihr beide aus Bristol.
    Man darf nie vergessen, was für eine kleine Stadt Bristol ist! In dieser kleinen Stadt hinterließ der große Mark Stewart in den frühen Achtzigern einen enormen Eindruck. Er ermutigte uns, den weißen britischen Punk mit der karibischen Musik, dem Reggae und den Störgeräuschen des Industrial zu kombinieren. Mark war nicht der Einzige, der politisch radikal und mutig agitierte. Es gab auch viele Reggae-Bands, die dies taten. Nicht umsonst haben wir daher letztes Jahr auch Mark zum Meltdown-Festival eingeladen.

Stewart: Ich war damals in einer Clique, in der auch Schwarze dabei waren, darunter Daddy G, Tricky Kid und Neneh Cherry. Gemeinsam gingen wir auf weiße Punkkonzerte. Das war schon ein recht ungewohntes Bild, denn die Schwarzen und die Weißen gingen damals ganz selbstverständlich in unterschiedliche Clubs. Auf einem Sex-Pistols-Konzert mit einer Gang von Schwarzen aufzutauchen, war etwas sehr, sehr Unübliches. Noch unüblicher auf alle Fälle, als als Weißer in einem schwarzen Reggae-Club aufzutauchen, denn das taten viele von uns. Bristol ist, anders als Manchester, Birmingham oder London, zu klein für geschlossene Ghettos. Um voranzukommen, muss man gucken, was die anderen machen. Und das haben wir getan.
    Bevor Punk aufkam, herrschten die Skinheads. Wir waren damals quasi gezwungen, Cliquen zu bilden, weil auf der anderen Seite die Skinheads standen, denen man besser nicht alleine begegnete. Wir trugen Klamotten und Frisuren, mit denen wir uns gegenseitig zu erkennen gaben – natürlich auch gegenüber den Skins. Auf dem Weg zur Schule bin ich oft von Skins gejagt worden. Auch im Nachtleben: Wie oft habe ich es erlebt, dass niemand mehr den Club verlassen durfte, da draußen die Skins mit Fahrradketten warteten. Bristol war ein ziemlich hartes Pflaster in den Achtzigern. Nicht zuletzt deswegen entwickelte sich bei uns der Wunsch, auch im Nachtleben nicht alleine, sondern als Gruppe aufzutreten. So gründeten wir das Wild-Bunch-Soundsystem.

Dax: Bristol ist also ein gutes Beispiel für eine Stadt, in der tatsächlich Musik Unterschiede zwischen den Klassen und den Rassen aufgehoben hat?
    Absolut. Es gab Abende des Wild-Bunch-Soundsystems, da trafen sich Mitglieder der verschiedensten Tribes: Redskins, Rastas, Nattas, Thugs und viele mehr. Der Unterschied bestand darin, dass in dieser politisch aufgeheizten Zeit auch politisch engagierte Leute bei unseren Abenden auftauchten. Leute vom CND, von der Anti-Nazi-League, von Amnesty International – irgendwie muss unser rassenübergreifendes Soundsystem auf politisch denkende Leute wie ein Magnet gewirkt haben. Umgekehrt begannen auch wir, auf Demonstrationen zu gehen und uns politisch zu engagieren.

Dax: Vermisst ihr diese politisch aufgeladenen Zeiten?
    Es waren jedenfalls besondere Zeiten, in denen sich die Menschen noch trauten, Farbe zu bekennen. Heute kleiden sich alle Leute in Bristol unauffällig, da der gesamte Stadtbereich rund um die Uhr mit CCTV-Kameras überwacht wird. Da trägt keiner mehr freiwillig Klamotten, anhand derer man ihn oder sie sofort identifizieren kann.

 

»Heligoland« von Massive Attack erscheint am 5. Februar 2010 (Virgin / EMI). Das Album kann man derzeit in Gänze streamen, die begleitende EP »Heligoland Remixed« mit Bearbeitungen von u.a. Ryuichi Sakamoto, Gui Boratto und Tim Goldsworthy kann man als angemeldetes Mitglied bei Facebook streamen. Die EP »Splitting the Atom« ist bereits im letzten Jahr erschienen. Ein rares Mixtape von Robert del Naja findet sich als MP3-Download hier..

6 KOMMENTARE

  1. […] Da ist es also, das erste Album nach insgesamt 7 Jahren. Nach dem eher etwas schwachbrüstigen “100th Window” (eigentlich ja eher ein Soloalbum von Robert Del Naja) hatte ich die Band eigentlich schon abgeschrieben, die “Collected” interessierte mich schon gar nicht mehr. Und trotzdem, als Ende letzten Jahres der Vorbote in Form der “Splitting The Atom”-EP erschien, da war ich wieder infiziert. Das die Band überhaupt wieder mit neuem Material an die Öffentlichkeit tritt, ist wohl zu einem nicht geringen Anteil Damon Albarn zu verdanken. Denn nachdem sie 2008 erkannten, das ihr damals bereits fertig produziertes Album Mist war, löschten sie es kurzerhand komplett und fingen wieder bei Null an. Und dann sind wir zu Damon Albarn gefahren und haben dort die neuen Tracks aufgenommen, aus denen wir jetzt »Heligoland« und die digitalen Tracks schöpfen. Diese neue Musik hat eine ganz andere Stimmung und Energie. (SPEX) […]

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