Album-Prelistening: Howling Sacred Ground

Am Freitag erscheint das Debütalbum von Howling, dem gemeinsamen Projekt Frank Wiedemanns und Ry Cumings. Das Duo streamt das gesamte Werk schon heute vorab.

Frank Wiedemann, eine Hälfte von Âme, und Ry Cuming alias Ry X landeten 2012 mit »Howling« einen Hit zwischen Pop und House. Aber statt nachzulegen, machten sich die beiden rar. Bei der Produktion der Musik für ihr Album Sacred Ground sind sie zu einer Band zusammengewachsen und gaben sich den Namen ihres ersten gemeinsamen Tracks: Howling.

Auf ihrem Album gehen sie einen Mittelweg zwischen elektronischer Clubmusik und Pop, zwischen Tanzen und zurückhaltender Nachdenklichkeit. Synthesizer und E-Gitarre, pulsierende 4/4-Kickdrum und plockernde Analog-Percussion, Piano und Fieldrecordings, Gesang und Leerstellen fügen Howling zu einem Ganzen.

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Cumings zerbrechlich wirkende Stimme schwebt, tief verankert in den melancholischen Melodien von Gitarre, Klavier und Elektronik über dem Rest. Bässe, die kraftvoll, aber nicht dominant sind, legen sich in den Körper, die Bassdrum pocht sanft im technoiden Viervierteltakt, legt sich aber nicht darauf fest. Das Duo hat einen menschenbezogenen, manchmal sogar spirituellen Blick auf das, was sie tun. Sie betonen, wie sie beim Musikmachen einander vertrauen, wie wichtig ihnen zwischenmenschliche Beziehungen sind. Dieses Bewusstsein schimmert in Form einer konstanten Wärme auch in ihrer Musik – und strahlt aus. Der Blick wendet sich nachdenklich nach innen und auf sich selbst in dieser Welt.

Das spiegelt sich auch im Thema des Albums und seinem Titel wider. Während der Titel für Wiedemann, der im Interview als sachlicherer, pragmatischerer Teil des Duos herüberkommt, einfach gut zur Musik passe, die sie zusammen gemacht haben, beinhalte er für Cuming, den emotionaler wirkenden der beiden, eine esoterische Sicht der Dinge: »Die Erde ist für mich sehr heilig. In diesem menschlichen Körper zu sein, ist eine sehr heilige Erfahrung für mich. Die Möglichkeit zu haben, in dieser Welt, auf dieser Erde zu leben. Die Erde, auf der wir gehen, überall«, sagt er. »Wenn wir sie als heiligen Ort behandeln, wenn wir so handeln, als würden wir denken, dass unsere Körper und die Menschen um uns herum heilig sind – das ist eine ziemlich coole Erfahrung, eine ziemlich coole Art, die Welt zu sehen.«

Zum Albumstream via groove.de geht es hier entlang.

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