Akronym der Wut: SPEX präsentiert EMA

Dem Mittleren Westen hat sie für Portland zwar den Rücken gekehrt, den Menschen dort hat sie aber immer noch was zu sagen: EMAs neues Album Exile In The Outer Ring erscheint im August, im Anschluss geht’s mit ihrer Message auf Tour. SPEX präsentiert die Deutschlandkonzerte.

EMA, das Künstlerakronym von Erika M. Anderson, steht für ein Soloprojekt, das spätestens seit dem Solodebüt Past Life Martyred Saints in aller Munde ist. Und auch der Nachfolger von 2014, The Future’s Void, hinterließ einen bleibenden Eindruck mit EMAs kritischem Kommentar zum digitalen Zeitalter, samt Schutzlosigkeit in Zeiten von ungefilterten Online-Diskussionen auf der einen Seite und überfordendem Medienhype auf der anderen.

Gehirnausdünstungen auf Facebook und Co. können wütend machen, die politische Weltlage sowieso. EMA erschüttert beides. Mit ihrer punklastigen Demoversion des Songs „False Flag“ zum 13. Jahrestag des 11. September etwa wurde klar, dass EMA eine andere Vorstellung von den Vereinigten Staaten hat als ihr neuer gewöhnungsbedürftiger commander in chief. Ein erster Song ihres dritten Soloalbums Exile In The Outer Ring, das am 25. August erscheint, widmet sich genau den Menschen, die auf die rechtspopulistischen Parolen angesprungen sind: „Aryan Nation“ ist EMAs Versuch eines Weckrufs für den Mittleren Westen, Misslagen nicht durch Projektionen rassistischer Natur zu erklären und gesetzte Machtverhältnisse zu checken. Wie diese und andere Facetten ihrer Kritik an Leben und Welt klingen, von Cybertrolling bis goddamn walls, kann man bei einem der von SPEX präsentierten Deutschlandkonzerte erleben.


SPEX präsentiert EMA
21.09. Hamburg – Reeperbahn Festival
23.09. Köln – King Georg
26.09. Berlin – Berghain
27.09. München – Kranhalle

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