Ai Weiwei stellt im Video »Dumbass« seine Haft nach

Ai Weiwei Dumbass
Ai Weiwei Dumbass

Fast drei Monate war der chinesische regimekritische Künstler Ai Weiwei 2011 in seiner Heimat inhaftiert, wegen vermeintlicher Pornografie- und Steuervergehen. Zum zweiten Jahrestag seiner Freilassung auf Kaution am 22. Juni wird Weiwei nun ein Musikalbum namens The Divine Comedy veröffentlichen, das er gemeinsam mit Zuoxiao Zuzhou von No aufgenommen hat. Für das Metalstück »Dumbass« gibt es nun auch ein Video von Christopher Doyle. Weiwei stellt darin die Szenen seines Gefängnisaufenthalts nach, die ständige Überwachung, im Bett, unter der Dusche, auf dem Klo. An letzterem Ort findet dann im Video auch eine Umkehr der Verhältnisse statt, wird der Künstler selbst zum Wächter und seine Gegenüber zu Gefangenen, die ihn später – mittlerweile von seinem eigenen Sohn kahl rasiert – begleiten, als er in einer Drag-Performance einen Gang entlang schreitet – ein Ausdruck seines Ausgeliefertseins. Der chinesische Text, den er dazu schreit, lautet (in der offiziellen englischen Übersetzung) u.a.: »The field's full of fuckers, dumbasses are everywhere. / Fuck forgiveness, tolerance be damned, to hell with manners, the low-life's invincible.«

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