Advertorial: „Why Not?!“ – Desperados präsentiert Martin Solveig live in der Orangerie im Schloss Charlottenburg – der DJ im Interview

Fotos: Julia Schoierer

„Elektro-Party wie ein Festball am königlichen Hofe? „Why Not?!“: Desperados und Martin Solveig verwandelten die Orangerie im Schloss Charlottenburg kurzerhand in eine schillernde Club-Location. Wir haben vor Ort mitgefeiert und mit dem Mainact DJ Martin Solveig zu diesem besonderem Gig gesprochen.

Die hohe Eingangshalle zur Großen Orangerie im Schloss Charlottenburg ist in schummriges Licht getaucht. Schemenhaft erkennt man die Stuckapplikationen an der Decke, hinter roten Samtvorhängen kann man einen Blick auf schwere Brokatsessel mit goldenen Löwenfüßen erhaschen. Doch statt gediegener Kammermusik wird man von wummernden elektronischen Bässen begrüßt, die aus dem gegenüberliegenden Seitenflügel dröhnen.

Hier heizt der Berliner DJ K-Paul der Menge mit seinen pumpenden EDM-Sound bereits gehörig ein und bereitet die ausgelassen feiernden Gäste auf den Star des Abends vor: die französische DJ-Legende Martin Solveig, der den altehrwürdige Barockbau für das exklusive Desperados-Konzert erstmals in einen ekstatischen Club verwandeln wird. Mit ohrwurmverdächtigen Hits wie „Hey Now“, „Hello“ oder „Intoxicated“ hat sich der französische DJ und Produzent seit Mitte der Nullerjahre an die Spitzen der internationalen House- und Elektrocharts und in die Herzen der Fans seines melodischen Feel-Good-Sounds gespielt.

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Nicht immer mit dem Strom schwimmen und mal was Neues wagen, sowohl musikalisch als auch sonst, bei allen Facetten des Lebens – das entspricht der Philosophie der Marke Desperados aber insbesondere auch der von Martin Solveig. Unmittelbar nach dem Set von DJ K-Paul klettert er mit einem waghalsigen Sprung auf das DJ-Pult und haut der jubelnden Menge neben glitzernden Konfettikanonen seine energetischen French House-Beats um die Ohren.

Von Daft Punk über M83 bis Azelia Banks, von Trap bis zu Disco und House, Martin Solveig spielt einen Club-Banger nach dem anderen und bringt die Mamorhalle zum Beben. Die seriellen Popart-Visuals auf der LED Wand sorgen für den gewollt inszenierten optischen Bruch zu dem beeindruckenden Deckenfresko im Tanzsaal der Orangerie.

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„Ich war vor allem gespannt auf die Location, hier kommt man ja sonst nie rein – und dann für eine Party? Jetzt finde ich es noch besser, als ich es mir vorgestellt habe“, findet Aaron, der mit seinem Kumpel in die Orangerie gekommen ist. „Diese Mädels in den Kostümen sind der Hammer, das ist echt mal was Anderes. Und Martin Solveig ist live natürlich immer super“, freut sich sein Kumpel Felix über die spontane Party. Im Anschluss an Martin Solveigs Set übernimmt eine Hälfte des Berliner DJ-Duos The Reason Y die Decks. Mit einer härteren Tech House Gangart und hypnotisch-atmosphärischen Klangflächen hält er die Tanzenden bis weit nach Mitternacht auf dem Dancefloor.

Das Motto der Party heute ist „Why Not?!“: Bist du selbst ein Mensch, der die Why Not?! – Haltung verkörpert?
Martin Solveig: Ein „Why Not?!“- Mensch? Ja, das bin ich definitiv! Ich habe Musikvideos auf einem Tennisplatz gefilmt oder an sehr seltsamen Orten. In dem was ich mache, gehe ich gerne mal ungewöhnliche Wege und riskiere auch mal was, das ist einfach Teil meiner Persönlichkeit. Ich denke dann: Warum eigentlich nicht?

Martin, als du erfahren hast, dass du ein Konzert in einem Schloss spielen darfst, was hast du da gedacht?
Ich kannte die Location gar nicht, doch als ich es nachgeschaut habe, war ich sehr überrascht, das ist nicht unbedingt das, was man von Berlin erwartet. Es fühlt sich ein bisschen an wie Versailles in Paris – ein Stückchen Paris in Berlin sozusagen, also macht es wohl Sinn, dass ich hier bin. (lacht) Ich habe noch nie in so einer Venue gespielt, das ist wirklich einzigartig.

Hast du dich auf dieses Set hier anders vorbereitet als auf deine „normalen“ Gigs?Ein bisschen, ich lasse jedoch, wenn ich mich auf ein Set vorbereite immer einen gewissen Spielraum für Improvisation, besonders, wenn der Ort so speziell ist wie hier. Meine Sets leben von diesem „Touch Of The Moment“-Ding.

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Wie würdest du selbst deinen Sound beschreiben und wie ist der Entstehungs-Prozess dahinter?
Es fällt mir immer schwer, diese Frage in ein paar Stichworten zu beantworten. Mein Sound ist vor allem dazu gedacht, Leute zum tanzen zu bringen, dafür zu sorgen, dass sie Spaß und eine gute Zeit haben. Er ist meistens sehr fröhlich und gut gelaunt, sehr positiv. Mein Sound ist: ein Lächeln.

Woher nimmst du deine Inspirationen für neue Tracks?
Hauptsächlich lasse ich mich tatsächlich von Dingen außerhalb der elektronischen Tanzmusik inspirieren, von verschiedensten Musikgenres wie Rock oder R’n’B, manchmal versuche ich auch Oldies in meinen House-Sound einfließen zu lassen.

Du scheinst in deiner Musik sehr zu offen zu sein für Experimente: Was wäre der verrückteste Mix zweier Stile, die du gerne mal für eine Track aufnehmen würdest?
Ich liebe jede Art Musik – naja, das stimmt jetzt auch nicht ganz. Reggae mag ich tatsächlich überhaupt nicht. (lacht) Jedenfalls, ich mag Mash-Ups, aber oft hat man das Gefühl, dass die Musikstile einfach nicht zusammen passen. Ein A-Cappella-Sound und dann so ein seltsamer Beat, was dann einfach nicht zusammen geht. Wenn ich Tracks mache, dann bin da konsequent, wenn ich einen Techno-Track machen will, mache ich einen Techno-Track, eine Ballade bleibt eine Ballade mit Klavier und allem.

Im EDM- und House-Bereich sind Kollaborationen ziemlich üblich: Gibt es einen Künstler mit dem du unbedingt mal zusammen arbeiten wollen würdest?
Natürlich, ich würde total gerne mal mit Lenny Kravitz kollaborieren. Er ist einer meiner Alltime-Heroes. Jetzt wo er gerade ein bisschen weniger präsent ist, wäre vielleicht ein guter Moment mit ihm zusammen zu arbeiten.

Was gefällt dir an ihm?
Alles – er ist ein Meister der Rockmusik, er kreiert einen gewissen Vibe, hat eine großartige Persönlichkeit. Ich liebe alles an ihm!

Abgesehen natürlich von der Musik: Was ist dir bei deinen Gigs noch wichtig, zum Beispiel Licht oder Visuals – legst du darauf wert und inwiefern bist du dabei selbst in den kreativen Prozess miteingebunden?
Bei einem Gig ist fast jedes Element gleich wichtig. Wenn ich eine Show konzipiere, so wie hier, bediene ich mich gerne alter Tricks. Zum Beispiel der Videopart, daran arbeite ich eigentlich am meisten mit. Die meisten meiner Videos habe ich selbst gedreht, die Ideen für das Konzept der Videos stammen meistens von mir. Mich selbst kreativ in den Prozess einzubringen ist für mich essentiell, das Video-Set-Up ist definitiv ein zentrales Element für mich.

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Welchen Tipp würdest du jungen Musikern und Nachwuchs-DJs mit auf den Weg geben?
Ich sage auf diese Frage eigentlich immer dasselbe, aber es stimmt einfach: der ultimative „Gamechanger“, wenn man gerade erst anfängt, ist die Persönlichkeit. Selbst wenn man sich von seinen musikalischen Helden inspirieren lässt, ist es total wichtig, einen Schritt davon zurück zu treten und seine eigene Note miteinzubringen, etwas Neues. Ich spreche viel über Social Media mit jungen Musikern. Manche nehmen das aber einfach alles zu ernst und verlieren den Spaß daran. Wenn man sich noch am einfachen Sound eines Samples erfreuen kann, das allein ist doch schon großartig!

Berlin ist ja eine der Musikmetropolen für Elektronische Musik. Geht’s für dich nach dem Gig direkt weiter oder hast du noch ein bisschen Zeit selbst auszugehen und die Szene auszuchecken?
Ich kann leider nicht so lange hier bleiben. Ob Dienstagabend de beste Tag der Woche ist, um auszugehen….,mal schauen! (lacht) Ich habe gehört, dass in Berlin ja immer was los, also es ist sehr wahrscheinlich, dass wir nach der Show noch ein bisschen Spaß haben werden.

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