Start Suche

John Cage - Suchergebnisse

Wenn Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, suchen Sie bitte erneut

Re: John Cage

johncage variationsviiHundegebell und andere Tiergeräusche. Die schleifenden Klänge maschinell ausgeführter Klärbewegungen. Das dumpfe Rattern der S-Bahn-Räder über die Schwellen. Der surrende Rhythmus rotierender Druckpressen. Diese und andere Field Recordings werden am kommenden Freitag telefonisch dem Berliner Radialsystem V zugeschaltet – »Klänge, die zum Zeitpunkt der Performance zur Verfügung standen«, nannte dies der Künstler, Komponist und maßgeblicher Wegbereiter der »Neuen Musik« John Cage in Bezug auf seine 1966er-Vorführung »Variations VII« in New York. Die Eröffnungsveranstaltung mit :zoviet*france:, Matt Wand und Atau Tanaka des Berliner Experimental-Musik- bzw. Kunstlabors »Sommercamp+Workstation« adaptiert Cages Konzept nun in einer Neu-Interpretation.

Vorspiel für John Cale: „Nach meinen Konzerten stinken die Klamotten nicht.”

John Cale feiert heute seinen 75. nach. Wir crashen die Party – und gratulieren mit unserem exklusiven Vorspiel mit dem legenären Musiker und Produzenten.

Ein Haus aus Licht & Klang

la-monte-young-by-rene-block-teaser

Noch bis zum Sonntag vereint die MaerzMusik in Berlin 100 Jahre John Cage mit 60 Jahren Wolfgang Rihm. Spex präsentiert die Sonic Arts Lounge des Festivals im Berghain. Ein weiterer Höhepunkt ist das Dream House, eine Verbindung von Konzertzyklus und Lichtinstallation des Minimal Music-Mitgründers La Monte Young und Marian Zazeelas. Aufführungen in Karlsruhe und Polling folgen im April. Und Jason Pierce von Spiritualized, deren neues Album gerade veröffentlicht wurde, spricht mit Spex über Young. Obendrein ist das Video zu Hey Jane erschienen.

Stille Nacht

John Cage 4_33Alle Jahre wieder: das Weihnachtspopmusikgeschäft kehrt zurück. Nur wer großes Glück, derzeit keine Supermarktbesuche avisiert oder das Radio abgedreht hat, ist bisher noch nicht ›gewhamt‹ worden. Aber nicht nur aus der Christmas-Classics-Abteilung droht Gefahr, auch zahlreiche Neuerscheinungen haben Weihnachten zum Thema: Mariah Carey, Annie Lennox, Jessica Simpson, ja sogar Nathan Fake und nicht wenige andere bringen Singles oder gleich ganze Alben mit eigenen Songs und Interpretationen bekannter Weihnachts-Klassiker auf den Markt. Das aus Manchester stammende Duo Hurts geht diesbezüglich auf Nummer sicher: Ihre Single beschwört gleich zwei Feste, Weihnachten und Neujahr. Währenddessen wächst auch in diesem Jahr der Hörerfrust, als Weihnachtssingle versuchen Internetuser John Cages stille Komposition »4’33« auf Platz 1 der Charts zu platzieren.

Robert Rauschenberg – Pop Art-Pionier mit goldenen Engels-Puschen

Robert Rauschenberg»Meine Kunst will nicht zeitlos und unvergänglich sein«, sagte er noch im Zeit-Interview Januar 2006. In der Nacht von Pfingstmontag starb der amerikanische Fotograf, Künstler und Pop Art-Pionier Robert Rauschenberg im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Florida. In Form seiner »Combine Paintings« – für die Pop Art wegweisende Arbeiten, in denen er Alltagsgegenstände wie Fahrräder, Glühbirnen und Tapeten neodadaistisch in Collagen-Form verbandt – wird seine Kunst aber sicherlich die Zeit überdauern und die Zukunft prägen.

Rauschenberg – 1925 in Texas als Nachfahre deutscher und indianischer Großeltern geboren – lebte, studierte und arbeitete lange Jahre in New York, in seinen frühen Arbeiten aus den 1948er Jahren bezog er sich stark auf Josef Albers, Joseph Beuys und Willem de Kooning. Mit seinen »White«, »Red« und »Black Paintings« und verschiedenen Radierungen, mit denen er »die Malerei auszulöschen« versuchte, formulierte Rauschenberg Anfang der fünfziger Jahre erstmals eine eigenständige künstlerische Sprache. Mitte der Sechziger öffnete er sich weiter den anderen Kunst-Disziplinen, gemeinsam mit John Cage erarbeitete er Choreografien für Happenings und Theateraufführungen.

Anfang der siebziger Jahre zog er sich auf die Captiva Islands im Südwesten Floridas zurück. Ende der Neunziger Jahre zeigte das New Yorker Guggenheim Museum eine große Rauschenberg-Retrospektive mit mehr als 400 Stücken, seine Spätphase von 1970 bis 1976 wird seit dem 09. Mai im Münchner Haus der Kunst ausgestellt.

Vor sechs Jahren erlag Rauschenberg einem Schlaganfall, seitdem war der Pop Art-Pionier halbseitig gelähmt und arbeitete mit Hilfe seiner Assistenten an neuen Stücken. Auf die Frage, ob er eigentlich Angst vor dem Tod habe, antwortete er im Zeit-Interview nur lapidar: »Meine große Angst ist, etwas zu verpassen. Ich will einfach nicht gehen. Außerdem sind meine Füße wirklich zu hässlich, um diese goldenen Engels-Puschen zu tragen.«


Robert Rauschenberg – Travelling ’70-’76:
09.05. - 14.09. München - Haus der Kunst

Musik zur Zeit von Ralf Krämer

In unserer Rubrik »Musik zur Zeit« schreiben Musiker, Schriftsteller, bildende Künstler, Spex-Redakteure und -Autoren über ihre derzeit liebsten Musiken. Ralf Krämer gibt derzeit die Urlaubsvertretung für Martin Hossbach.


John Cage: »Organ2 / ASLSP«
(www.john-cage.halberstadt.de)

Ob man schläft, isst, schreibt oder liest, parallel dazu spielt eine Orgel in Halberstadt »As Slow As Possible«, John Cages Zeit sprengendes Opus Maximum. Auftakt war 2000, gerade wird der a’-c”-fi s”-Akkord gehalten. In 632 Jahren soll ausklingen, was wir jetzt schon hören können. Man sieht sich beim nächsten Tonwechsel am 5. Juli 2008.

(C)

n im Showgeschäft beschuldigen, sie geistig bestohlen zu haben. Eher ungewöhnlich erscheint allerdings der Plagiatsvorwurf, der jetzt an die Klassik-Combo The Planets gerichtet wurde.
Mike Batt, der Mann hinter The Planets, wird von den Verlegern des 1992 verstorbenen Avantgardisten John Cage beschuldigt, dass das auf dem Album "Classical Graffiti" zu findende Stück "A One Minute Silence" viel zu viel Ähnlichkeit mit Cages wohl berühmtester Komposition 4'33" hätte. Was ja nicht verwunderlich ist, denn beide Stücke bestehen nur aus Stille, bei John Cage 4 Minuten 33 Sekunden und bei The Planets sind es eine Minute. Mike Batt hatte für "A One Minute Silence" spaßeshalber "Batt / Cage" als Komponisten angegeben. Der Beschuldigte zeigt sich überaus amüsiert und zitiert seine Mutter: "Which part of the silence are they claiming you nicked?" Eine sehr gute Frage.

SPEX präsentiert Radiophonic Spaces im HKW

Anhand von über 200 Kunstwerken, Konzerten, Workshops und andren interaktiven wie diskursiven Formaten versucht die neue Ausstellung Radiophonic Spaces im HKW die rund 100 jährige Geschichte des Radios zu fassen. Dabei werden besonders Fragen zu dessen Verhältnis zu Gesellschaft, Politik, Kunst und Digitalisierung gestellt.

Beliebt