24 Bands für mehr Schutz von Asylbewerbern / Die Ärzte äußern sich zu »Aktion Arschloch«

Im Berliner Traditionsclub SO 36 soll heute eine Initiative gegen rechte Angriffe auf Flüchtlinge vorgestellt werden – 24 deutsche Bands sind beteiligt.

Wie Spiegel Online berichtet, folgen 24 deutsche Bands und Musiker einem Aufruf der Initiativen Pro Asyl und Kein Bock auf Nazis gegen rechtextreme Gewaltangriffe auf Flüchtlinge. Für mehr Schutz von Asylbewerbern unterzeichneten unter anderem Tocotronic (Foto), Die Toten Hosen, Beatsteaks, Deichkind, Jan Delay sowie Die Ärzte.  Heute soll die Aktion im Berliner Club SO 36 von Hosen-Gitarrist Michael Breitkopf und Vertretern der beiden Initiativen der Öffentlichkeit vorgestellt werden – inhaltliche Details sind bislang nicht bekannt. Ebenso ist unklar, ob und welche der Bands neben bestätigten Acts wie Udo Lindenberg oder Herbert Grönemeyer beim Solidaritätskonzert für Flüchtlinge am 04. Oktober vor dem Berliner Reichstag spielen werden.

Unterdessen haben sich Die Ärzte auf ihrer Homepage nun auch offiziell zu der gestern von ihnen unabhängig gestarteten »Aktion Arschloch« geäußert. Musiklehrer Gerhard Torges hatte im Rahmen dessen dazu aufgerufen, den 1993 veröffentlichten Anti-Nazi-Klassiker »Schrei nach Liebe« über Tonträger- und Digitalkäufe, Radiowünsche oder das Teilen in sozialen Netzwerken wieder in die Charts zu pushen, um damit ein Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen. Nachdem die Band zunächst auf ein Statement zu der Aktion verzichtet hatte, kommentierten die drei Musiker nun folgendermaßen:

»Die Ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern.
Wir wollen an dieser Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von »Schrei nach Liebe« (auch aus der GEMA) an Pro Asyl spenden.
Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung.
Bela, Farin, Rod«

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