12 Years A Slave läuft als Golden Globe-Gewinner an

Chiwetel Ejiofor, Lupita Nyong'o & Michael Fassbender (v. r.) in 12 Years A Slave
Chiwetel Ejiofor, Lupita Nyong'o & Michael Fassbender (v. r.) in 12 Years A Slave

Bei den Golden Globes wurde Steve McQueens 12 Year A Slave gerade als »Bestes Filmdrama« ausgezeichnet, am Donnerstag läuft er in Deutschland an. Ein großer, wahrlich quälender Film »ohne feel-good«.

Das von Brad Pitt mitproduzierte Werk wird dominiert vom Spiel Chiwetel Ejiofors als Solomon Northup ein freier Mann und Geiger aus dem Staate New York, der durch eine List von zwei Weißen nach Louisiana verschleppt wird, um dort als Sklave Patt zu arbeiten, berichtet Klaus Walter in der aktuellen SPEX N°350. Zu seinem schlimmsten Peiniger erwächst der sadistische Plantagenbesitzer Edwin Epps (Michael Fassbender) – und in diesem Film wird alles immer schlimmer und schlimmer, weit über das Erwartbare hinaus, wie Walter schreibt: 

»Das schicksalhaft Unentrinnbare der Situation, das von den Sklaven fast demütig hingenommen wird, das ist das eigentlich Beklemmende an 12 Years A Slave. Dass Steve McQueen nicht der dramaturgisch naheliegenden Versuchung erliegt, seinem Protagonisten eine offene Rebellion zu gestatten, einen Akt des gewaltsamen Widerstands. (…) Der Film lässt sich Zeit, quälend viel Zeit, wenn er zeigen will, wie viel Zeit vergeht, wenn einer gequält wird, wenn er mit einem Strick um den Hals an einem Baum hängt. Die Fußspitzen so gerade eben auf dem Boden, die Sonne brennt auf das toxisch sumpfige Louisiana, der Schweiß rinnt, die Kehle trocknet aus. Auch zweiminütige Großaufnahmen des Gesichts von Chiwetel Ejiofors gönnt sich der Film, als sollten wir es nie mehr vergessen.«

McQueen, britischer Regisseur mit Vorfahren aus Grenada, der mit Fassbender bereits Shame und Hunger drehte, arbeitet bereits an zwei neuen Projekten: Für die BBC will er ein weiteres Drama drehen, das von den Lebenserfahrungen einiger befreundeter schwarzer Familien in Großbritannien zwischen 1968 und heute erzählen soll. Für HBO entsteht in Zusammenarbeit mit Matthew Michael Carnahan und Russell Simmons ein Film über die Aufnahme eines jungen, erfolgreichen Afroamerikaners in die New Yorker High Society.

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