1000 Robota: »Wir kämpfen für eine Minderheit«

1000 Robota

Schlafen 1000 Robota nur oder sind sie schon lange tot? Weder noch! In seinem ersten Interview seit zwei Jahren spricht Anton Spielmann über die Arbeiten der Band an ihrem neuen Album, das heute beginnende stargaze-Festival und Verzweiflung zwischen Tunis und Hamburg.

In der Berliner Volksbühne treten 1000 Robota morgen Abend zusammen mit dem Chor Cantus Domus und den Musikern des stargaze-Kollektivs rund um André de Ridder auf. Danach spielen Pantha du Prince & The Bell Laboratory Terry Rileys In C, welches heute und am Sonntag von Nils Frahm & stargaze bzw. Mouse on Mars, Tyondai Braxton & stargaze aufgeführt wird. Holy Other (ebenfalls mit Chor), My Brightest Diamond & Zafraan Ensemble sowie Pekka Kuusisto & Kaleidoskop werden ebenfalls bei dem dreitägigen, von SPEX präsentierten Festival spielen. Während der heutige Auftakt bereits ausverkauft ist, gibt es für die folgenden zwei Abende noch Karten

Anton Spielmann, wo befinden sich 1000 Robota gerade?

In einem Vorort von Hamburg, wo wir proben. Aber ich lebe hier nicht mehr. Wir sind als Band jedoch sehr freizügig und haben wandelbare Orte. Wir wandern in den Räumen, arbeiten mal hier, mal dort. Dafür reichen uns drei schon 15m². Mit André de Ridder sind wir dabei in ständigem Kontakt.

Um die Band war es zuletzt ruhig geworden. Was wollen Sie in der Volksbühne darbieten?

Es wird vor allem Mash-ups und Neuinterpretationen geben. Unsere alten Lieder neu anzuschauen und aus einer anderen Perspektive auszuleuchten, macht uns als Band ohnehin sehr viel Spaß. Eine neue Platte wollen wir jedenfalls nicht vorstellen, dafür sind wir noch nicht weit genug. Dieser Abend ist stattdessen eine Sache der Musikliebhaberei.

Wie kam der Kontakt zu de Ridder zustande?

Wir hatten bereits vor Jahren mit einem Kammerensemble ein eher aufwendigeres Showcase am Hamburger Kampnagel Theater gemacht. Dabei lernten wir anschließend André kennen, den wir vorher nur als Fan der Band auf einzelnen Konzerten identifizieren konnten. Erst da haben wir so richtig geschnallt, was dieser Mann eigentlich beruflich macht. Eine engere Bekanntschaft entstand, die nun in einer Freundschaft und Zusammenarbeit mündet. André ist unglaublich und vielseitig musikinteressiert, auch jenseits des Klassik-Bereiches. Schon Anfang des letzten Jahres hatte er mich gefragt, ob ich als Anton Spielmann – und nicht Teil der Band – Lust hätte, mit ihm einen neuen musikalischen Entwurf zu starten, ein Projekt. Das fand ich extrem spannend, aber es war mir noch nicht konkret genug. Mit stargaze hat er nun eine Musikergruppe um sich gescharrt, die eine Fusion von alternativer Pop-Musik und allerlei klassischen Instrumenten erreicht. Das ist für uns sehr spannend, weshalb wir gerne die Teilnahme am Festival zusagten – obwohl wir derzeit gar nicht so gerne live spielen bzw. öffentlich wahrgenommen werden wollen.

Die Veröffentlichung Ihres letzten Albums Ufo liegt vier Jahre zurück. Was ist seitdem passiert?

Wir haben nach der Veröffentlichung sehr intensiv getourt, viel Spaß dabei gehabt und dann irgendwann wieder angefangen, Musik zu schreiben. Aber dann sahen wir uns nicht mehr fähig, unser Vorhaben … Nein, anders: Ich habe derzeit das Gefühl, dass in der Pop-Musik ein extremer Hetzbedarf besteht. Extrem viele Bands touren und veröffentlichen extrem viel. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Bands überleben müssen, weil sich der Markt über reine Verkäufe nicht mehr rentiert. Wir hatten keine Lust mehr, in einem Mahlstrom des Rockkegels unterzugehen. Wir hatten keinen Bock, zu einem Unternehmen zu werden. Ich glaube sogar, dass einige Künstler ihre Musik und Alben so erarbeiten, dass sie nur für bestimmte Zeiträume geltend gemacht werden können. Für uns ist das unattraktiv.

Es geht Ihnen stattdessen also um Zeitlosigkeit?

Nö. Ich mag … die Zeit. Ich sehe nicht nur in Tristesse, Langeweile und zeitlosem Gut meine Faszination. Ich kann auch Moden genießen. Wir haben einfach nur gemerkt, dass es uns auch Freude bereitet, zu arbeiten und zu reifen, ohne es öffentlich tun zu müssen. Stattdessen findet in der Band 1000 Robota ein Reifeprozess jenseits des Outputs statt. Wir haben für uns einen ganz interessanten Arbeitskosmos entdeckt, der uns weiterbringt.

Wollen Sie denn derzeit überhaupt noch ein Album aufnehmen?

Sicher, es geht explizit und permanent darum, ja, sogar mehr denn je. Das ist für uns ein sehr spannender Gedanke. Bei unserer ersten EP hatten wir nur ein paar Songs, dann wollte uns, gerade 15, 16 Jahre jung, sofort Tapete Records signen. Alles ging sehr schnell. London! Buff! Buff! Denn hieß es: Los wir schreiben ein Album! Das war eine krasse Erfahrung. Dann machten wir das Zweite. Damals war unser Musikerleben interessanterweise gar nicht so sehr auf das Musikmachen ausgerichtet, sondern auf den ganzen Rummel drumherum. Zwischen Layouts und Interviews blieb keine Zeit mehr, Dinge wahrzunehmen, zu hören. Dabei geht es uns heute aber gar nicht so sehr um das Üben am Instrument – und auch nicht um einen künstlerischen Mythos vom Rückzug ins Privaten.

Im Juli vor zwei Jahren sagten Sie dem Hamburger Abendblatt, Sie würden sich »langsam (trauen) zu sagen: Ich bin ein Musiker.« Meinten Sie damit die eben beschriebene Entwicklung?

Richtig, seitdem habe ich auch keine Interviews gegeben. Erst 2012 habe ich gemerkt, dass Musik tatsächlich mein Lebensinhalt ist. Und die Gewissheit fühlt sich gut an. Man setzt sich nicht unter Druck und wird zum Betrieb, sondern bleibt ein Mensch, der die Musik liebt. Damals hatte ich versucht, über eine gewisse Distanz mich nicht mehr mit Musik auseinanderzusetzen. Ich fing an, Bücher zu lesen, zu schreiben, fand privaten Rückhalt. Dennoch drehte sich im Kopf alles um Musik: um Dinge, die ich ausdrücken wollte; Melodien, die ich im Kopf hatte, Texte. Und wie kann die Band 1000 Robota auch darüber hinausgehen, wie sie von den Medien und einigen Leuten richtiger Weise dargestellt wird? Wir haben eben als Gruppe eine gewisse Power, Energie und Dringlichkeit, die auch richtig und wichtig ist. Aber nur der Parolenschlager will ich bis zum Lebensende nicht bleiben. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich das auch ziemlich gequält hat. Früher habe ich mir alles reingezogen – und es gab mehr negative als positive Reaktionen. Heute weiß ich, dass ich das nicht muss, und dass ich die vielen Leute nicht vergessen darf, die uns lieben und unglaublich wichtig finden, was wir machen. Bis heute bekommen wir Postkarten und Briefe, darunter auch vor einem Jahr ein sehr langer Brief von einer Frau, die verzweifelt fragte, wie sie uns helfen kann, endlich wieder ein Album aufzunehmen. Der Mahlstrom übernimmt schließlich auch den Konsumenten. In einem Interview habe ich einmal, als noch ganz junger Musiker gesagt, selbst wenn nur vier oder zwei Leute gut finden, was wir machen, dann mache ich aus diesem Grund weiter. Dieses Gefühl, für eine Minderheit zu kämpfen, möchte ich bis heute nicht verlieren.

Wer ist diese Minderheit in Ihren Augen?

Das kann ich nicht benennen. Wenn ich aber Radio höre und auf kommerzielle Veröffentlichungen jenseits aller Trends schaue, dann gefällt mir das meistens nicht. Was mir gefällt, läuft leider nicht im Radio und muss mehr kämpfen, muss Nebenjobs haben und zusehen, über die Runden zu kommen. Ob das Qualität ist, kann ich gar nicht bewerten.

Sie konnten sich dagegen dank Ihrer Arbeiten für diverse Theaterpojekten hingegen den Luxus einer Auszeit erlauben.

Richtig. Ich habe als Person das große Glück, durch 1000 Robota in verschiedene andere Milieus der Kulturindustrie einzutauchen. Das freut mich, denn für mich war es schon immer unattraktiv, mich nur auf eine Sache zu beschränken. Die Finanzierung von Staatstheatern durch öffentliche Gelder ist ein großes Glück. Auch dieses Leben ist nicht gerade ökonomisch reich, aber mir macht das nichts aus. Ich komme nicht aus solchen Verhältnissen und bin es gewohnt, nicht wirklich Geld zu besitzen.

Auf 1000robota.com findet sich eine Wortwolke die das Zentrum »Ich bin« mit Attributen ergänzt. Vor etwas mehr als einem Jahr posteten Sie dort »verzweifelt«. Was war der Hintergrund?

Wie andere Künstler auf Instagram oder Tumblr zeigen, was sie gerade essen oder in welchem Flugzeug sie sitzen, einfach nur, um weiterhin in diesem Informations- und Redeschwall dabei zu sein, empfinde ich als fahrlässig und sehr anstrengend. Ich könnte meine Familie und Freunde gar nicht genießen, wenn ich ständig auspendeln müsste, was als Posting die meisten Likes bekommen würde. Andererseits ist diese Tendenz, endlich auf einem unabhängigen Weg auf sich aufmerksam machen zu können, auch gut. Dabei ist das Format vollkommen egal, wir haben es bloß nicht mit Facebook und dergleichen geschafft. Unsere Webseite kompensiert das mit einer eigenen Form, jenen aufploppenden Stichwörtern. Und die bleiben reine Assoziationsflächen, bilden keine konkreten Punkte. Eine Form des Mysteriums bleibt. Hinter »Ich bin verzweifelt« oder »Ich bin traurig« kann sich ein Bild, ein Text oder ein Verweis verbergen, der ganz persönlich sein kann oder nur ein reines Interesse ausdrückt. Ähnlich dem neu gekauften Turnschuh auf Instagram ergibt sich da nicht zwingend eine Verbindung zur Musik. Von dieser muss man sich schließlich auch lösen.

Der erwähnte Post fiel zwischen zwei Fotos, die sehr nach einer Albumaufnahme aussahen. Stimmt es, dass Sie diese auch tatsächlich bereits begonnen und schließlich wieder abgebrochen hatten?

Genau. Für einen kurzen Moment Ende 2011, Anfang 2012 dachten wir zwar, wir wollen das sehr schnell machen. Es gab sogar einen Augenblick, an dem unser Label postete, bald käme die neue Platte. Aber das war unsere Schuld. Wir waren sehr euphorisch und hatten auf einmal Lust, ein Album aufzunehmen. Wobei das mehr eine Schreib-, denn Veröffentlichungsfreude war. Im Studio hatten wir nach ein paar Tagen festgestellt, dass wir nicht bereits waren und dass es diesmal nicht so laufen könnte. Wir wollten zunächst das Schreiben neu lernen, Technik, wie wir uns am Computer Files hin und her schicken können. Uns entwickeln und eine Freude haben – das wollten wir, statt wie eine Maschine dahinzugehen. »Let's rock und dann rein damit!« hat uns nicht mehr geschmeckt. Das war in allen Bereich nicht mehr frisch.

Haben Sie das Material komplett verworfen?

Um Gottes Willen, durchaus nicht! Ich war nur überfordert mit meinen Texten. Schon früher wurden mir meine Parolen immer erst im Nachhinein verständlich. Diesmal blickte ich schon eher auf meine Themen und musste mich plötzlich fragen: Bin ich überhaupt bereit dafür? Das mag komisch klingen, aber ich hatte das Gefühl, dass diese Texte etwas von mir wollen, das ich selbst noch nicht verstehe. Und diesmal will ich es aber verstehen, bevor ich es den Leuten an den Kopf haue, sie überfordere oder es ihnen gar falsch verständlich mache. Ich bin dankbar für die Pause, die ich mir genommen habe, und weiß jetzt, was mein Gefühl mir sagen will – und wie ich mit ihm in die Musik gehe.

Hat sich Ihre Art zu texten verändert?

Das kann ich nicht richtig benennen. Ich glaube aber, jeder Mensch hat in sich eine Eigenart. Und ich kann mangels Bildung gar nicht richtig sagen, ob das Lyrik oder Prosa ist, was ich da schreibe. Ich kann meine Sachen nur auf einen bestimmten Wahrheits- und Ausdrucksbedarf hin überprüfen. Was dem nicht standhält, kommt weg. Es gab bei mir lange Zeit eine Sehnsucht, jemand anderes zu sein. Bis ich merkte: Fuck, du hast dieses Leben nie geführt! Du kommst aus ärmlichen Verhältnissen, deine Eltern sind Immigranten. Du hast dich durchgeschlagen, gerade mal die Realschule genossen und bist dann recht früh nicht erfolgreich, aber sagen wir »prominent« geworden. Du bist kein Gymniasasten-Rocker – und dennoch spricht das Feuilleton über dich. Was ist los? Aber am Ende des Tages war mir meine Liebe und Hingabe zu den Texten wichtiger denn je. Ich bin so nah dran wie nie zuvor, den Hörern wirklich mitzuteilen, was ich fühle und denke.

Was fühlen Sie denn?

Nun, ich war früher glücklicher als heute. Nur, in der Vergangenheit war ich auch öfter traurig und meine Verzweiflung kondensierte in einer gewissen Wut. Mittlerweile spielen mein eigenes Leben und Sterben eine gewichtigere Rolle. Was beim Altern allerdings nervt, sind nicht die Erfahrungen, sondern die einkehrende Milde. Die gilt es stets zu bekämpfen. Diese Wut heute ist viel bewusster und macht mehr Spaß. Heute bin ich 25, beim letzten Album war ich 20. Die Zeit zwischen dem 21. und 23. Lebensjahr war geprägt von unglaublich narzisstischen und doch auf Weltanschauungen ausgerichtete Gedanken. Nach diesem interessanten Prozess habe ich nun etwas überschritten und kann sagen: Ja, ich bin glücklich, nach wie vor ein wütender Mensch sein zu können. Und das wird man auch hören und merken können, wenn wir in der Volksbühne neues Material spielen werden.
Übrigens: Den älteren Musikern, die ich treffe, geht es gleich. Ein Dirk von Lowtzow etwa erscheint mir aus Erzählung und gemeinsamen Abendessen viel wütender, zorniger und ja, lebendiger als je zuvor! Denken Sie nur an das neue Tocotronic-Album. Allein der Titel, Wir wir leben wollen, da schmelze ich. Und die Texte: wütend bis zum Gehtnichtmehr! Auf eine so herzliche und zarte Weise.

Singen Sie nun also auch von Gender Equality und Lampedusa-Flüchtlingen?

Nein. Gesellschaftliche und politisierte Themen schwingen unbewusst immer mit. Der Mensch ist in diesem Leben und auf diesem Planeten schließlich immer politisch, selbst wenn er schläft. Als Band haben wir konkrete politische Ambitionen aber nie gehegt.

Anton Spielmann

Waren Sie denn im »Gefahrengebiet« in Hamburg-Altona?

Nein. Ich bin auch nicht mehr so oft in Hamburg. Lediglich Sebastian (Muxfeldt, Mitglied von 1000 Robota) lebt noch in diesem Areal. Der sieht allerdings auch eher aus wie ein Familienvater und nicht wie einer vom schwarzen Block.

Kontrolliert werden aber auch solche ganz »normal« erscheinenden Leute und …

Darf ich Sie unterbrechen? Eine These: Ich lebe nicht mehr in Deutschland, aber ich habe in den Zeitungen sehr viel davon mitbekommen, wie die Politik ist und wie die Leute darauf reagieren, welche Initiativen es gibt. Diese Aufmerksamkeit fand ich toll. Mittlerweile geht es nur noch um die Leute in St. Pauli und irgendein Gefahrengebiet der bekloppten Polizei. 

Ist es denn kein wichtiges Thema, wenn die Polizei unter gefälschten Angaben plötzlich und nahezu eigenmächtig eine Sonderzone errichten kann, in der zwei Hundertschaften ständig in Bewegung sind und diverse Leute auf der Straße ohne Vorwand kontrollieren?

Das ist sicherlich schrecklich und man muss sich dagegen wehren, ganz klar. Aber die Tatsachen bleiben bestehen. Die ESSO-Häuser sollen noch immer abgerissen werden, die Rote Flora bleibt bedroht, die Flüchtlinge gibt es weiterhin. Die Szene und die Leute müssen meiner Meinung nach weiter bei diesen wichtigeren Themen bleiben. Für mich verschwimmt das und die Leute lassen sich vom Staat ablenken. Eine Verklärung findet statt. Der Protest wendet sich auf eine falsche Ebene, nämlich die der Machtergreifung irgendwelcher Staatsorgane, die mir weiterhin scheiß egal sein könnten. Ich will weiterhin jeden Tag die Flüchtlinge in der Zeitung sehen, die verdammt nochmals in diesem Land weiter leben wollen dürfen, und die Leute, die sich für sie einsetzen. Da muss weiter »LAMPEDUSA« statt »GEFAHRENGEBIET ALTONA« stehen. Die meisten Leute, die durch Altona stratzen, sind pseudo-politisch. Die kannst du nur bei der Stange halten, indem du ihnen permanent auf den Kopf haust: »Hey, aufwachen! Den Flüchtlingen, es geht ihnen schlecht!« Und jetzt sagen all diese Hipster-Typen: »Alter, wir leben im Gefahrengebiet, wie lässig ist das denn?!«

Haben Sie sich denn an den genannten Protesten beteiligt?

Nein, leider nicht. Die Jungs waren in der Zeit, also das gesamte letzte Quartal, auch bei mir in Wien, wo ich derzeit lebe. Hier ist die Politik ebenfalls skurril. Aber auch die Wähler und deren politisches Verständnis sind es. Neulich wurde im Rahmen der Koalitionsverhandlungen das Wissenschafts- einfach ins Wirtschaftsministerium eingegliedert und dafür soll ein Familienministerium entstehen. Das hat niemanden gejuckt.

Wie hat sich Ihr neuer Wohnort auf Ihr Schreiben ausgewirkt?

Mir war es wichtiger, Hamburg zu verlassen, als bewusst nach Wien zu gehen, wo ich im Übrigen auch nur privat bin. Zwischenzeitlich hatte ich an London gedacht, das war aber nicht finanzierbar, und an Leipzig, aber ich wollte damals schließlich auch Deutschland verlassen. Und auch wenn ich das heute wieder über Bord geworfen habe: Es ist nie spät genug, das Land zu verlassen. Ich bin in den letzten Jahren zudem sehr viel gereist. In der Zeit des Arabischen Frühlings war ich so direkt in Tunesien vor Ort. Das war eine unglaublich reiche Erfahrung. Was ich interessant finde: Egal wohin man geht, man nimmt sich immer selber mit. Das passt auch zu unserer neuen Arbeitsweise.

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