10 Jahre Internet-Browser

Ein wenig Internetgeschichte: Heute vor zehn Jahren wurde mit Mosaic 1.0.0 der erste Browser freigegeben, der gleichzeitig Text und Graphiken einer HTML-Seite darstellen konnte.
Ältere Browser mit Namen wie Viola oder Lynx ermöglichten dies nur bei vorherigem Anklicken entsprechender Platzhalter. Die Entwicklung von Mosaic war ein Projekt der Software Group am NCSA (National Center for Supercomputing Applications) der Universität von Illinois. In der Planungsphase gab es große Diskussionen ob man das Internet zu einem Bilderbuch umfunktionieren sollte. Das Projekt entwickelte sich jedoch zum Selbstläufer. Nachdem im Laufe von 1993 regelmäßig Beta-Versionen veröffentlicht wurden, waren am Ende des Jahres 2 Millionen Kopien des Browsers verteilt.
Man begann die Software zu verkaufen und weiter zu entwickeln. Navigator 1.0 war ein weiterer großer Schritt. Es folgte die Umbenennung der Firma in Netscape und der Börsengang. Mit 10 Millionen verteilten Kopien pro Jahr hatte Netscape einen Marktanteil von über 85%, als Microsoft seinen ersten Internet Explorer in der Version 2.0 veröffentlichte.
Der Rest der Geschichte dürfte bekannt sein: Netscape verlor mehr und mehr Marktanteil, wandelte sich zu einem Portal, wurde von AOL gekauft und veröffentlichte unsägliche Versionen wie die 6er-Reihe. Mosaic lebt dennoch im Open Source Projekt "Mosaic meets Godzilla" weiter, wo nun Mozilla und Mozilla-Firebird weiterentwickelt werden.

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