Barbara Morgenstern „Unschuld und Verwüstung“ / Review

„Unschuld und Verwüstung“, das neue Album von Barbara Morgenstern könnte als latenter Soundtrack für den Widerstand gegen den Leistungsdruck von außen taugen. Im Wissen nämlich, dass alles „schlechter als besser“ werden könnte, formuliert die gebürtige Hagenerin den schüchternen Wunsch, sich nicht mürbe machen zu lassen. So erinnert sie sich mit entrücktem Gesang an den Rat ihres Vaters: Tu nur das, was dich glücklich macht.

Ungesehen. Ungehört. Unmöglich? Interview mit Programmkoordinatorin Kim Busch zum 61. DOK...

„Demand The Impossible“ verlangt das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in diesem Jahr. Programmkoordinatorin Kim Busch erklärt im Gespräch mit SPEX, was sich hinter diesem Imperativ verbirgt und warum Leipzig seit jeher für die Realisierung des Unmöglichen steht.

Marie Davidson „Working Class Woman“ / Review

Zwar klingt der Titel „Working Class Woman“ von Marie Davidsons neuem Album nach Gesellschaftskritik, vor allem aus der Sicht von Frauen. Doch in Wahrheit sind die darauf behandelten Themen eher allgemein – was den Inhalt betrifft, aber auch die herangezogenen Motive. Was bleibt sind Songs, die zum Tanzen, aber keineswegs zum Boykott motivieren.

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SPEX No. 383 Neneh Cherry – Unbreakable

SPEX No. 383, die November/Dezember-Ausgabe 2018 – inklusive der SPEX-CD 146 mit zwölf Titeln –, ist ab...

SPEX No. 383 Neneh Cherry – Unbreakable

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„Dogman“ – Filmfeature zum Kinostart

Mitten in das getretene Wesen der Bestie Mensch: Matteo Garrone verlegt mit „Dogman” eine italienische urban legend über einen Hundesitter in eine kriminell-prekäre Parallelwelt.

Künstlerische Parzellen in ihrem eigenen Universum – Ruhrtriennale 2018 in der...

Der Beginn einer neuen Intendanz wirft für den Nimbus der Ruhrtriennale gewöhnlich eine Menge Fragen auf. Kann das hohe Niveau auch im Jahr 2018 beibehalten werden, setzt es spannende Implikationen oder bewegt sich doch alles mehr in gefälligere, konservative Richtungen? Eine Rückschau.

Phosphorescent „C’est la vie“ / Review

Es scheint, als wüsste Phosphorescent, dass da etwas schief gelaufen ist auf seinem neuen Album, dessen Titel C'est la vie man auch als selbstironischen verstehen könnte. Er ist aber eher Indiz für das Problem: Phosphorescent will die großen Themen besingen, scheitert dabei aber an mangelnder Innovation.  

Empress Of „Us“ / Review

Auf ihrem neuen Album „Us“ suggeriert Empress Of keineswegs einen Fokus auf eine imaginierte Paarbeziehung, auch wenn sich Liebe, Lust und das Leiden am Verlust dieser beiden Dinge durch das Album ziehen. Vielmehr bezeichnet die Musikerin damit die Beziehung zwischen sich selbst und ihren Hörer_innen. Ihr Publikum soll sich in ihrer Arbeit spiegeln können. Und tatsächlich fällt es leicht, sich in vielen der Songs emotional einnehmen zu lassen. „Us“ klingt eingängig, aber nicht beliebig.

Desperados Home Hacks: DIY dir deine Party!

Die besten Dinge des Lebens sind umsonst, heißt es. Wenn dem doch wirklich so wäre! Immerhin aber kosten gute Freundschaften nichts und die Utensilien für eine gute Party brennen bei der richtigen Vorbereitung noch lange kein Loch in die Tasche. Glaubt ihr nicht? Ist aber so. Mit den Desperados Home Hacks könnt ihr mit nur wenigen Kniffen für ein stimmungsvolles Ambiente und sogar den richtigen Sound sorgen. Dazu noch ein paar eisgekühlte Flaschen des Tequila Flavored Beers und es kann losgehen – aber natürlich in Maßen. Drink responsibly! Vor allem beim Basteln...

SPEX präsentiert Ebony Bones live

Ebony Bones, die Chimäre des Pop, liefert mit ihrem neuem Album „Nephilim“ imposante und vielschichtige Debattenbeiträge zum Themenfeld Xenophobie, Misogynie und Rassismus – und macht sagbar, was unsagbar scheint. SPEX präsentiert die Britin live auf Tour.

Karies „Alice“ / Review

Die Stuttgarter Band Karies beweist auf ihrem aktuellen Album aufs Neue, dass ihre Musik mindestens ebenso ansteckend wie ihr Name klingt. Anders als auf den zwei stoischen wie düsteren Vorgängern schafft „Alice“ das aber mit breiteren Sounds und poetischen Texten. Mut zur Farbe!

SPEX präsentiert Radiophonic Spaces im HKW

Anhand von über 200 Kunstwerken, Konzerten, Workshops und andren interaktiven wie diskursiven Formaten versucht die neue Ausstellung Radiophonic Spaces im HKW die rund 100 jährige Geschichte des Radios zu fassen. Dabei werden besonders Fragen zu dessen Verhältnis zu Gesellschaft, Politik, Kunst und Digitalisierung gestellt.

Planningtorock „Powerhouse“ / Review

Für die nicht-binäre, genderqueere Wahlberlinerin Jam Rostron alias Planningtorock war das Spiel mit verschiedenen Rollen und Geschlechtern, die Maskierung und gleichzeitige Demaskierung, jahrelang vor allem Überlebensstrategie. Ein zäher Abnutzungskampf, den sie vor allem für sich selbst bestritt. Das aktuelle Album „Powerhouse“ allerdings klingt nach geglückter Selbstfindung, zurückzuführen auf Durchhaltevermögen, Disziplin und jeder Menge Mut.

Das Ende ist nah – SPEX wird eingestellt

Heute leider schlechte Nachrichten in eigener Sache: Nach 38 Jahren und 384 Ausgaben wird SPEX zum Jahresende eingestellt. Lesen Sie hierzu das Editorial aus der kommenden – nunmehr vorletzten – SPEX-Ausgabe von Chefredakteur Daniel Gerhardt.

Doppelreview: Kurt Vile „Bottle It In“ vs. Fred Thomas „Aftering“

Kurt Vile und Fred Thomas zeigen auf ihren aktuellen Alben, dass sie inneren Frieden geschlossen haben mit den Zuständen und dem Schicksal um sie herum. Was sich eher nach gelebter Weisheit als nach Resignation anfühlt. Nach und nach hat sich die in die Diskografien der beiden Musiker eingeschlichen, ohne ihnen dabei Inspiration und Ambition zu vergiften.

„Das radikale Potenzial unsichtbarer Elemente“ – Pop im Planetarium / Holly...

Dass es um viel mehr geht als um Pop an einem unkonventionellen Veranstaltungsort, erklären die Künstler_innen und Musiker_innen Holly Herndon, Mathew Dryhurst und Robot Koch sowie die studierte Musikwissenschaftlerin und Projektkoordinatorin der Berliner Festspiele Marie-Kristin Meier.