Euroteuro „Volume I“ / Review

Im Finden eines Rahmens, der das Doofe weise werden lässt, liegt die Kunst, auf die sich Euroteuro verstehen. Ihr Debüt „Volume I“ zeigt: Was Anfang der Achtzigerjahre neu war, kann auch heute wieder relevant sein, nämlich das Clevere doof zu verpacken. Klanglich bewegt sich das Wiener Quintett dabei zwischen NDW, Elektropop, Post-Punk und Krautrock.

SPEX präsentiert Transcentury Update 2018

Das Transcentury Update kommt ins dritte Jahr und damit wieder eine Reihe internationaler Acts abseits des Mainstreams nach Leipzig, diesmal auch außerhalb Amerikas und Europas. Trotz des noch so zarten Alters des Festivals wird nun bereits mit einigen Neuerungen aufgefahren, unter anderem mit einer Warm Up Week. SPEX präsentiert.

SPEX präsentiert Puschenfest 2018 / Ticketverlosung

Kann ein Festival zu geil kuratiert sein? Das erste Puschenfest wird's zeigen. SPEX präsentiert zwei Tage mit Scout Niblett, Klaus Johann Grobe, Ought, Repetitor und so vielen Gründen mehr, um durchzudrehen.

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SPEX No. 383 Neneh Cherry – Unbreakable

SPEX No. 383, die November/Dezember-Ausgabe 2018 – inklusive der SPEX-CD 146 mit zwölf Titeln –, ist ab...

Advertorial: Skyy Vodka – eine Generation weiter

Vorurteile, Rassismus, Intoleranz – all das umgibt uns täglich. Höchste Zeit also, dem etwas entgegenzusetzen, und so präsentiert SKYY Vodka eine progressive Diversity-Kampagne gegen verstaubte Denkmuster und Schubladen im Kopf. Der Titel: »Eine Generation weiter«. mit dabei: Rapperin Eunique.

„Leto“ – Filmfeature zum Kinostart

Noch vor Abschluss des Films „Leto“, gedacht als Hommage an zwei sowjetische Popmusiker, steht Kirill Serebrennikow, einer der international erfolgreichsten russischen Opernregisseure, unter Hausarrest und darf Moskau nicht verlassen.

William E. Badgley „Here To Be Heard: The Story Of The...

„Here To Be Heard“, eine Doku über The Slits, ist der erste Schritt in die richtige Richtung, doch bleibt das Gefühl vieler vertaner Chancen.

J Mascis „Elastic Days“ / Review

Auf seinen Soloalben offenbart Dinosaur Jr.-Mitglied J Mascis alle Jubeljahre den leisetretenden Songwriter in sich. So auch auf „Elastic Days“, auf dem introvertierte, meist lediglich mit Akustikgitarre begleitete Stücke voller Melancholie und Wehmut den Ton bestimmen. Mascis entwickelt einen eigenständigen, an Blues und Americana andockenden Stil weiter, der sich vom typischen Schema seiner Hauptband entfernt. Fazit: Dieser Mann ist gerade dabei, sich zu einem begnadeten Songwriter alten Schlags zu transformieren.

BDSM im Kloster: Drangsal veröffentlicht neues Musikvideo zu „Eine Geschichte /...

Vor wenigen Monaten kam Drangsals Song „Und du? Vol. II“ als Teil seines zweiten Albums Zores raus. Und seither werden scheinbar metaphorische Textzeilen, wie etwa „Gegen die Decke meines Schädels schlägt ein Spalier junger Mädels“, zitiert. Das heute veröffentlichte Musikvideo liefert nun die sehr explizite Bebilderung.

Auf konsequenter LSD-Diät / Stephen Steinbrinks „Utopia Teased“ im Vorabstream

Auf den ersten Blick passt nichts zusammen: Das zweite Soloalbum des Folk-Musikers Stephen Steinbrink klingt hoffnungsvoll. Ist aber voll von Zynismus und Schonungslosigkeit. Geschuldet ist das der Tatsache, dass er Schlimmes zu verarbeiten suchte – während er völlig zugedröhnt war. Wie das klingt? Finden Sie es auf Utopia Teased selbst heraus – jetzt im exklusiven Vorabstream.

Nao „Saturn“ / Review

Auf Naos zweitem Album „Saturn“ sind nur noch Spuren ihres alten wonky funk vibes zu hören. Stattdessen folgen auf teilweise bombastischen Pop populäre Musik mit Bindungen zu R’n’B, Soul, Funk und elektronischer Clubmusik. Im Titel spielt Nao auf den sogenannten „Saturn Return“ an, der das Phänomen meint, wenn der Planet im Leben eines Menschen wieder an derselben Stelle steht, an der er sich bei dessen Geburt befunden hat. Diese Rückkehr soll mit großen Umwälzungen im Leben zusammenzufallen. Und ebensolche thematisiert sie auf „Saturn“.

Thought Gang „Thought Gang“ / Review

Thought Gang ist ein psychedelisches Projekt, das David Lynch Anfang der Neunziger zusammen mit Angelo Badalamenti gründete. Nun veröffentlichen sie ihr erstes gleichnamiges Album, das zwar in derselben Zeit wie die Kultserie Twin Peaks entstand, doch nach gespenstisch vernebelten Synthieschwaden vergeblich suchen lässt. Denn die Heimat von „Thought Gang“ liegt klar im Jazz. Lynchs Faible für kryptisch-psychedelische Mystik wird zum hörbaren Inhalt.

Konferenz Most Wanted: Music über Zukunft der Musikbranche / Ticketverlosung

Dass die zunehmende Digitalisierung vielen in der Musikbranche Schwierigkeiten bereitet oder gar den Kragen kostet, scheint bekannt. Dass sie jedoch ebenso große Vorteile bringen kann, wohl auch. Beides versucht die in Berlin stattfindende Konferenz Most Wanted: Music in Panels, Talks und Workshops zu fassen, um daraus Strategien zu entwickeln, die Resignation verhindern und Innovation fördern. Where You Shape The Future Of Creativity.

Heim „WS“ / Review

Auf „WS“, dem neuen Album von Heim, ist alles da, was Freund_innen alternativen Rocks fernab des Mainstream-Malstroms gefällt. Jubilierende, himmelwärts strebende Gitarrensoli à la Dinosaur Jr., kontrastiert und auf den Bretterboden runtergeholt von brachialem Bass und Schlagzeug. Wütend, laut, sperrig und doch geschmeidig, melodisch und hochemotional ohne, nun ja, Emo zu sein. Diese Band hat Bock auf das, was sie spielt, auch wenn es ihr hörbar schwerfällt, sich von den Ahnen zu emanzipieren. Aber genau das wollen und machen Heim: neuen Post-Grunge-Rock.

Leonard Cohen „Die Flamme – The Flame“ / Review

Kurz bevor der damals 82-jährige Leonard Cohen starb, veröffentlichte er sein letztes Buch „The Flame“. Es ist eines von vielen. Und doch sind seine literarischen Texte wohl ebenso poetisch und pointiert wie die seiner Songs. In deutsch-englischer Übersetzung ist es nun bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

Laibach „The Sound of Music“ / Review

Drei Jahre nach Laibachs Auftritt in Pjöngjang und ein Jahr nachdem die Dokumentation darüber in die Kinos kam, liefert die Band nun auch das Album dazu. „The Sound of Music“ heißt es, womit nicht allein an den in Nordkorea allseits beliebten Kitschfilm von 1965 verwiesen wird, sondern auch auf die ähnlich verzerrten, verlogenen Propagandabilder des nordkoreanischen Regimes.

Colin Self „Siblings“ / Review

Trotz zahlloser Projekte zwischen Hoch- und Subkultur, Kunst und Aktivismus treibt Colin Self ein integrierendes Thema an: Wie entstehen Gemeinschaften jenseits biologischer Verwandtschaft? So heißt sein zweites Album, das zudem der letzte Abschnitt einer sechsteiligen Oper ist, „Siblings“. Das trotzdem aber nur vereinzelt auch nach einer solchen klingt. „Siblings“ ist mehr Collage als eine homogene Liedfolge.